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Z U S A M M E N F A S S U N G

Am 23. Juni 2010 ist der 60. Jahres tag des Beginns der kommunistischen Deportationen. Es hat sich am südlichen und westlichen Grenzstreifen begonnen, wo mehrere Tausend Familien verhaftet und in 12 Zwangsarbeitslager im Hortobágy transportiert worden sind. Später kamen nach und nach viele Familien aus Großstädten, wie z.B. Miskolc, Nagykanizsa, Szeged, die ebenfalls in den Zwangsarbeitslager gelandet sind. Insgesamt etwa 10 Tausend unschuldige Leute.

Die berühmte Hortobagyer Pussta bewahrt schon seit mehr als einem halben Jahrhundert eine verschwiegene, unmenschliche Periode der ungarischen Gesichte, die Geheimnisse des stalinistischen, ungarischen Sibiriens, die Ereignisse des ungarischen Gulags.

Die Hortobagyer Pussta war in der ersten Hälfte der 1950-er Jahre der Schauplatz der Schicksalstragödie mehrerer tausend Menschen, der deportierten ungarischen Familien. 1950-1953 wurden hier 10.000 Menschen, Tausende von Familien in Zwangsarbeitslager in Gefangenschaft gehalten – in der Friedenszeit, in ihrer eigenen Heimat im Sklavenleben. Die öffentliche Meinung weiß davon bis heute fast nichts, die Augenzeugen, die noch lebten, wagten darüber nicht zu sprechen, das streng geheime Archivgut war bis 1995 auch den Geschichtsforschern versperrt.

Mehrere tausend ehemalige Hortobagyer Deportierte versammelten sich 1990 zur Aufstellung ihrer ersten Gedenkstätte „das Hortobagyer Kreuz“, bei der berühmten Neunlöcherbrücke. Dieses Kreuz wurde aus Eisenbahnschienen zusammengestellt und zur Erinnerung daran aufgestellt, dass die Leute aus ihren Häusern und Wohnungen getrieben, in Viehwagen auf den Gleisen in die gesperrten Hortobagyer Lager geliefert worden waren. Die Spuren der streng geheimen Lager hat das kommunistische System lange verschwinden lassen, aber jetzt werden Denkmäler und Gedenktafeln als Memento auf den ehemaligen Lagerplätzen für die Nachzeit und die Geschichte errichtet. Unsere Publikation hat das Ziel, diese Epoche und die Ereignisse der Vergangenheit vorzustellen.

Zwischen 1950-1953, während Westeuropa schon den Krieg vergessen und im Frieden am Wiederaufbau gearbeitet hat, ist der Terror in Ungarn in den letzten Jahren des Lebens des sowjetischen Diktators am größten gewesen. Heutzutage berichten die Literatur und die Geschichte reich über diese Periode, aber über die Hortobagyer Lager wurde ausführlich erst 2001 und 2002 ein Buch aufgrund der neuesten Archivforschungen unter dem Titel: „Friedlose“ herausgegeben.

Die Landkarte stellt die Lagerplätze und das Jahr ihrer Entstehung dar. Die Gesamtzahl der Deportierten bezieht sich auf das Jahr 1953, das Jahr der Befreiung, dazu wird nach realer Schätzung die Zahl der während dieser 3 Jahre gestorbenen und der losgelassenen Kleinkinder gerechnet, so beträgt die geschätzte Zahl circa 10.000 Menschen.

Auf die Liste der Hortobagyer Deportation konnte jedermann draufkommen, wenn man z. B. ein schönes, reiches Grundstück hatte oder eine geräumige Wohnung in der Stadt oder einen persönlichen Feind. Das Ziel war aber ganz klar: in erster Linie die Liquidierung der bäuerlichen und städtischen Mittelschicht und die Einschüchterung der Gesellschaft. Diese bis heute verschwiegene beispiellose heimische Deportation hat heutzutage keine entsprechende Benennung. „Aussiedlung, Aussiedler“ – diese verharmlose Begriffe wurden von der ehemaligen Macht benutzt und die werden auch bis heute gebraucht.

Die gut abgestimmte, streng geheime Aktion der Staatsschutzbehörde ist in der ersten Etappe über die Dörfer der südlichen Grenzzone hindurchgefegt. Am 23. Juni 1950 waren mehr als 2000 Menschen verschleppt und wurden zwei Lager errichtet. 1951 wurden weitere 3 Lager organisiert, zuletzt waren 1952 zwei neu gestaltete Lager mit städtischen Bewohnern aufgefüllt, derzeitig sind nämlich die Großstädte an die Reihe gekommen, d.h. die Bewohner von Nagykanizsa, Miskolc und Szeged.

Ohne vorherige Verständigung wurde den Familien die Tür nachts von bewaffneten Mannschaften mit 6-8 Leuten eingebrochen, dann hatten die Familien eine halbe Stunde Zeit um einzupacken, zuletzt mussten sie alle, also auch Kinder, Alte und Kranke mitgehen. In einer halben Stunde haben sie ihr ganzes Vermögen verloren, die Wohnungen und Häuser sind gestempelt worden.

Als sie auf der Pussta angekommen waren, wurden sie zu Hunderten in Ställe und Pferche angetrieben. Sie haben auf blanker Erde geschlafen und wurden von 6-10 Polizisten bewacht, täglich wurden sie zur Arbeit getrieben. Die persönlichen Ausweise wurden weggenommen, mit der Außenwelt durften sie keine Verbindung anknüpfen. Sie hatten fast keine ärztliche Versorgung, ins Krankenhaus konnten sie erst in der letzten Phase kommen. Sie haben einen Verwaltungsbeschluss zu Händen bekommen, der unbefristet war. Sie hatten also keine Hoffnung zur Befreiung.

Stalin ist im März 1953 gestorben und nach seinem Tod linderte sich allmählich die politische Lage. Im Juli wurde die Verordnung über die Auflösung der Lager getroffen. Ab August bis Ende Oktober wurden die Deportierten in kleineren Gruppen freigelassen, aber die Mehrheit wurde aus den früheren Wohnorten ausgewiesen. Aus ihrem Vermögen haben sie nichts zurückbekommen, so mussten sie ein neues Leben anfangen und der Strafregister begleitete diese Familien bis 1990.

Die Jugendlichen bekamen keine Möglichkeit zu studieren. Die Überlebenden der Lager waren ein Leben lang Bürger zweiten Klasse.

Die Generation der Eltern hat den Zusammenbruch des Kommunismus nicht erleben können.

An ihre Erinnerung wird jetzt in Budapest am Szarvas tér ein zentrales Denkmal errichtet. Dieses Denkmal und Erinnerungsstätte soll auch die späteren Generationen ermahnen, dass die unmenschliche Zeiten der kommunistischen Herrschaft nie in Vergessenheit geraten.

Budapest, 23. Juni 2010

Péter Eötvös

Verein der Deportierten der Zwangsarbeiterlager von Hortobágy

 

 

 

 

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